Wie ernährst du dein Glück?

Komisch: Glück ernähren? Hat man ja noch nie gehört. Aber denk mal nach. Dein Körper braucht Nahrung und Energie, damit er täglich einsatzbereit für dich ist. Du ernährst deine Haut mit Creme und Wasser und du ernährst deine Muskeln mit Training und Bewegung.
Du ernährst dein Wissen mit Lernstoff. Du ernährst deine Weisheit mit Erfahrungen und du ernährst dein Leben mit ständigen Zielen und Wünschen. Du ernährst aber auch dein Glück oder Unglück täglich. Du ernährst deine Stimmung. Du ernährst deine Meinung und deine Anschauungen. Ebenso ernährst du täglich deine Werte und deine Ethik.

Mit der Zeitung und den Nachrichten ernährst du deine Meinung und deine Ängste und Befürchtungen. Mit Gesprächen mit Menschen, die immer nur jammern ernährst du deine Stimmung. Und damit dein Unglück. Mit Musik, die dich den ganzen Tag beschallt, die dir aber eigentlich überhaupt nicht gefällt, ernährst du deine Stimmung und auch alle biochemischen Vorgänge in deinem Körper. Mit einer gebückten Haltung ernährst du deine Gemütslage. Mit Stress und Hektik ernährst du deine Muse. Mit Neid ernährst du deine Angst, nicht gut genug zu sein. Mit Hass ernährst du deinen Stolz. – Das reicht jetzt. Aber, ist es dir jetzt klar?

Und wie ernährst du dein Glück?
Was braucht dein Glück?
Nimm dir einen Zettel und einen Stift und schreibe auf:
Was tut mir gut?
Was gefällt mir?

Dein Glück braucht die Dinge, die dir ein gutes Gefühl geben. Dein Glück braucht gute Gedanken, dein Glück braucht Mut und Zuversicht, Freiheit und Gnade. Und dein Glück braucht Liebe und Vertrauen.
Schnell gesagt, aber wie kannst du das alles schaffen?
In dem du beginnst, dich zu fragen, was dir gut tut. Was du magst, was dich weich sein lässt.
Schaue dir die Filme an, die dir ein gutes Gefühl geben. Ein wohliges Gefühl. Lese die Themen, die dir helfen, die dich freudig-neugierig machen. Höre im Radio die Musik, die in dir ein zartes Gefühl hervorzaubern. Mache den Sport, der dir am wohlsten tut. Ziehe die Stoffe an, die sich am besten für dich anfühlen. Nimm die Bettwäsche, die am kuscheligsten für dich ist. Unterhalte dich mit Menschen, die fröhlich sind. Mit Menschen, die dir gut tun. Suche Kontakt zu Menschen, die dich zum Lachen bringen oder die dich weiterbringen. Gehe zu Menschen, die herzlich sind. Schaue den ganzen Tag, was du alles Schönes sehen kannst. Sei den ganzen Tag bestrebt, das zu ansehen, das dir gefällt. Lasse Begeisterung und Freude raussprudeln aus dir. Sprich Komplimente laut aus. Du hast einen Partner? Erforsche all die guten Eigenschaften an ihm, betrachte nur die Dinge, die schön an ihm sind. Hast du Kinder? Erfreue dich an den tollen Eigenschaften deiner Kinder. Was hast du da für Geschenke bekommen!

So ernährt man Glück! So fütterst du dein Glück!

Machen wir das mal bildlich:
Stell dir vor, du willst Beeren sammeln für deine Familie. Aber da gibt es so viele Beeren. Und viele Beeren sind dabei, die giftig sind oder Bauchweh machen. Mit der Zeit bekommst du so einen Blick, dass du die schlechten Beeren gar nicht mehr wahrnimmst und einfach daran vorbeigehst. Du bekommst einen Blick für die guten Beeren. Du findest immer mehr und irgendwann hast du so einen guten Blick, dass du sogar die verstecktesten guten Beeren findest. Du wirst ein Profi. Und deine Familie wird die besten Beeren bekommen.
So ist es auch mit dem Glück. Und mit allen Dingen! Worauf du dich konzentrierst, das vermehrt sich.
Du könntest auch Beeren sammeln gehen und dauernd auf die schlechten Beeren schauen und dich ärgern darüber, dass schon wieder eine schlechte Beere da ist…
Deine Ernte wird geringer sein, dein Gemüt wäre verärgert und deine Energie wäre verschleudert. Das Beerensammeln wäre ziemlich anstrengend…

Konzentriere dich darauf, was du willst!
Nicht darauf, was du nicht willst!